Nur noch 39 Tage

Es bleiben mir nur noch 39 Tage in Ghana, bis ich meine 6 Monate in Ghana beendet habe und meinen Heimflug antrete.
Diese und die Tatsache, dass ich in den Ferien durch Malaria außer Gefecht gesetzt war und meine geplanten Reisen nicht antreten konnte, werde ich diese Zeit nutzen, um noch einmal aus Kumasi raus zukommen und mir einige andere Teile des Landes anschauen.
Da wäre zum einen der Norden.
Mareike und ich haben uns vorgenommen, diesen von Samstag, den 22. ca. eine Woche lang zu bereisen und uns Dinge wie den größten National-Park Ghanas und die älteste und größte Moschee Westafrikas anzuschauen. Fabian und Ruven haben noch über ein halbes Jahr Zeit und werden sich daher nicht extra frei nehmen, um uns zu begleiten.
Als nächstes Ziel habe ich mir Cape Coast und die südlichere Seite Ghanas gesetzt. Hier gibt es an der Küste einige gut erhaltene Sklavenburgen und einen weiteren National-Park, den man auf Hängebrücken durchlaufen kann.
Sofern noch Zeit ist, will ich in jedem Fall die Wochenenden nutzen, um eventuell Kurztrips zu unternehmen.

Natürlich sollte mein Praktikum auch nicht zu kurz kommen. Die Schule läuft nun seit Montag wieder richtig und ich habe seit dem einige gute Erfahrungen machen können. Zum einen war da die praktische Arbeit. Ich habe an einem Tag mit den Schülern das Lineal besprochen. Direkt danach habe ich sie in Gruppen eingeteilt und zuerst Streichhölzer und danach eigens gesuchte Gegenstände ausmessen lassen und besprechen können. Dies hat erstaunlich gut geklappt, da alle super engagiert und begeistert waren und zudem nicht so aufgedreht wie üblich waren.
Eine weitere erwähnenswerte Sache war außerdem die Art der Bestrafung, welche die Lehrerin nun einsetzt. So lässt sie Schülern Aufgaben wie fegen, oder das Gelände vom Müll befreien erledigen, sofern sie die Hausaufgaben o.Ä. nicht erledigt haben. Störenfriede werden nun, wie ich es aus Deutschland gewöhnt war, nach Draußen vor die Tür gesetzt und sobald die Strafe aus gesessen war, wurde mit dem Schüler geredet.
Zudem kommt, dass die Lehrerin den Stock, der üblicherweise zum Schlagen verwendet wurde, kaum noch anrührt.
Ich finde das eine super Entwicklung und hoffe, dass sie voranschreitet und nicht auf halben Wege abbricht.
Weiterentwickelt und vorangeschritten sind nicht nur die Dinge in der Schule. Auch Außerhalb passiert einiges. So ist Ghana seit ca. 6 Wochen offiziell kein Entwicklungsland mehr und fällt ab nun unter die Kategorie Schwellenland.
Kurz darauffolgend haben sich auch die Preise für Diesel und Super erhöht. So ist Diesel von 58 Cent/L auf 78 Cent/L und Super von 55 Cent/L auf 75 Cent/L gestiegen.
Damit zusammenhängend, wurden auch die Preise für Dinge, die Transportkosten tragen, nach oben gesetzt. Zu spüren bekommen wir es derzeit vor allem auf dem Markt, wenn wir Gemüse kaufen wollen.

Durch die Einstufung als Schwellenland bleiben Entwicklungsgelder aus und ich bin gespannt wie sich das Land nun in den nächsten Jahren entwickelt.

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